🚍 Stadtbus-Test in Kitzingen: Jetzt geht’s ans Eingemachte
Kitzingen. Nach knapp zehn Tagen intensiver Erprobung hat der Test-Stadtbus Kitzingen ins Rollen gebracht – im wahrsten Sinne des Wortes. Die eigenfinanzierte Initiative der Freien Wähler FBW Kitzingen e.V. startete bewusst mit einem leeren Papier: Vorhandene Daten wurden extra außen vor gelassen, um von Grund auf zu prüfen, ob ein flexibles Kleinbus-System realitätstauglich ist.
Überzeugend zeigten drei Routen: Alle Stadtteile sind zuverlässig mit Innenstadt und Bahnhof verbunden – in rund 30 Minuten, unabhängig vom Verkehrsaufkommen.
Drei Routen decken Kitzingen ab
Praxisnahe Rundkurse banden jeden Stadtteil ein:
Route 1 (West): Repperndorf – Marshall Heights – Bahnhof – Marktplatz – Eselsberg – Krankenhaus
Route 2 (Nord-Ost): Siedlung (Tannenbergstr.) – Siedlung (Nahkauf) – Kaufland – Etwashausen (Bleichwasen) – Marktplatz – Bahnhof
Route 3 (Süd-Ost): Hoheim – Sickershausen – Hohenfeld – Holländer Weg – Hammerstiel – Bahnhof – Marktplatz
Jede Linie bot direkte Verbindungen ohne Umwege. Wendige Kleinbusse passen sich perfekt Kitzingens Straßen an. Aus Randlagen wie Repperndorf oder Sickershausen war der Marktplatz planbar erreichbar – auch in Stoßzeiten.
BĂĽrgerfeedback positiv
Rückmeldungen in der Testwoche fielen eindeutig aus: Flexibilität und Pünktlichkeit gelten als Fortschritt gegenüber dem Anrufsammeltaxi. „Endlich kommt was ins Rollen“, sagten Fahrgäste aus Marshall Heights.
Entscheidend: Der Stadtbus ergänzt das Taxigewerbe, statt zu konkurrieren. Taxis übernehmen Tür-zu-Tür-Fahrten, der Bus sichert günstige öffentliche Grundversorgung.
Vom Test zur Realität
Nun folgt die Konkretisierung mit Experten-Daten. Bestehende Zahlen zu Fahrgästen, Kosten und Prognosen bilden die Basis für ein Dauermodell.
Ein solches System muss nicht gleich Millionen kosten. Schrittweise Integration ins Kitzinger Leben gelingt mit Pilotlinien, Elektromobilitäts-Fördermitteln und Skalierung. Kernziel bleibt: Mehr Menschen dorthin bringen, wo sie wollen – in die Innenstadt zu Freunden, ans Bahnhof für Reisen, zu Arztpraxen und Apotheken für Weniger-Mobile.
Innenstadt profitiert direkt: Einzelhändler sehnen mehr Frequenz – spontane Käufer, Gastronomiebesucher, längere Aufenthalte. Gleichzeitig mindert der Bus die Parkplatznot: Weniger Autos entlasten knappe Plätze – Vorteil für Anwohner, Gäste und Händler.
Bürgerforum als nächster Schritt
Die Freien Wähler FBW laden zum Bürgerforum ein: „Stadtbus für Kitzingen – wie geht’s weiter?“ In den kommenden Wochen diskutieren Verwaltung, Politik, Experten und Bürger.
„Der Stadtbus muss kommen“, fordern die Initiatoren. „Er schafft Mobilität, Kaufkraft, Begegnung und Lebensqualität – von der Siedlung bis Repperndorf.“
Kitzingen braucht eine bewegte Stadt!
Mobilität und Infrastruktur sind die Basis – deshalb mĂĽssen wir priorisieren. Jetzt!

